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10.12.2017 - Die Freunde in die Tasche stecken

Die Freunde in die Tasche stecken. Wozu soll das gut sein? Eigentlich sagt man doch: „Jemanden in die Tasche stecken“ und meint damit, ihn zu besiegen, etwa im Sport oder beim Kartenspiel.

Mir ist neulich ein ganz anderer Gedanke in den Sinn gekommen: Ich möchte meine Freunde in die Tasche stecken, aber nicht um sie kleinzumachen, sondern, um sie immer und jederzeit bei mir zu haben. Und das geht so:

Man nimmt sich ein Blatt Papier und schreibt von Hand die Namen lieber, wirklich lieber Menschen auf. Es können Familienmitglieder oder Freunde sein, Personen vielleicht, die man schon lange nicht mehr gesehen hat, aber die einem immer noch etwas bedeuten. Genauso gut kann es sich um Jemanden handeln, den man gar nicht persönlich kennt und den man trotzdem bewundert oder verehrt. Vorbilder sind ebenfalls auf der Namensliste willkommen, wenn es Ihnen gefällt. Hauptsache, sie machen, dass es einem bessergeht, wenn man an sie denkt. Diese Namensliste muss nicht lang sein. Viel wichtiger ist, wer darauf verewigt wird.

Wenn Sie damit fertig sind, stecken Sie das nun besonders wertvolle Papier in die Tasche und tragen es mit sich herum. Immer, wenn Ihnen danach ist, ziehen Sie es hervor und schauen darauf. Das macht Freude und gibt Ihnen ein gutes Gefühl.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei, Ihre Freunde in die Tasche zu stecken.

Ihre Marina Frank


Vorheriger Beitrag vom 03.12.2017
Tolle Worte




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Esperanza - Leseprobe gefällig?

Hier ein kurzer Auszug aus der Geschichte „Das Ziel“:

Marlene wollte den Hamburg-Marathon mitlaufen. Es waren noch drei Wochen bis zum letzten Sonntag im April, dem Tag, an dem das städtische Großereignis jedes Jahr stattfand. Sie fieberte dem Termin entgegen und konnte es kaum erwarten, die 42,195 km lange Strecke in Angriff zu nehmen. Allein für den Versuch erntete Marlene in ihrem Freundeskreis große Bewunderung. Man blickte zu ihr auf und machte ihr Mut.

»Du packst das!«, sagten die Leute. »Unsere Marlene! Wenn nicht du, wer dann? Wir drücken dir die Daumen. Was soll da schon schiefgehen?«

Irgendwann wurde ihr das Gerede zu viel. Für Marlene sah es beinahe so aus, als schmückte sich manch einer damit, jemanden persönlich zu kennen, der am Marathon teilnahm. Dieser Eindruck befremdete sie und sie beschloss, keinen weiteren Gedanken mehr daran zu verschwenden. Alles, was sie wollte, war eine möglichst gute Vorbereitung, um eine ausgezeichnete Zeit zu laufen. Dass jedes Jahr tausende Zuschauer am Straßenrand standen, die den Sportlern auf der Strecke zujubelten – also dieses Mal auch ihr – war für sie Ansporn genug.

Hier finden Sie eine weitere Leseprobe