Marina Frank - Vielseitig!

Ein katalanischer Sommer
Kommen Sie mit auf eine Reise in die katalanische Metropole Barcelona
Ein Buch über Liebe, Schuld und Abenteuerlust

Mehr Infos Bestellen

Tödliches Geschenk
Eine Familien-Idylle wird zerstört. Eine neue Niere muss gefunden werden. Und plötzlich wird auch noch ein Kind entführt...
Der ungewöhnliche Krimi zum Thema Organspende

Mehr Infos Bestellen

Esperanza

Zehn Kurzgeschichten von
Hoffnung und Liebe, Mut und Zuversicht

Geschichten, die berühren und zu Herzen gehen!

Mehr Infos Bestellen
Bootstrap Slider
Marina Frank - Ganz schön vielseitig!


14.03.2016 - Durchhalten

Kennen Sie das auch? Man ist schon lange mit einer Sache, einem Projekt beschäftigt und möchte endlich zum Schloss kommen, aber dafür braucht es noch etwas Zeit. Dann zählt nur eins: Durchhalten.

Beim Bücherschreiben geht es mir beispielsweise immer so. Je weiter ich mit einer Geschichte vorankomme, desto schneller möchte ich ans Ende gelangen, um sie Ihnen, meinen Lesern, zu präsentieren. Einen Roman gleichmäßig aufmerksam zu bearbeiten, also der Handlung und den Protagonisten immer genügend Raum zu geben, ist in meinen Augen eine Kunst. Nicht selten fallen einem Werke in die Hände, denen man anmerkt, wie schwer es sich der Autor, die Autorin – besonders auf den letzten Seiten – mit Details gemacht hat. Die Story kann noch so gut sein. Wenn der Schluss überhastet auftaucht, weil es dem Verfasser, der Verfasserin am Durchhaltevermögen mangelt, schadet dies dem gesamten Buch.

Aber beim Durchhalten geht es nicht nur um langwierige Projekte, die etwas mit unserem eigenen Handeln zu tun haben. Wenn der Winter dem Frühling keinen Platz machen will, müssen wir ebenfalls durchhalten und auf die warmen Sonnentage warten.

Auch während langer Krankheiten bleibt einem nichts anderes übrig, als durchzuhalten. Tapfer sein ist hier die Devise. Ich bewundere manche Leute, wie sie es schaffen, über Monate oder sogar Jahre zuversichtlich zu bleiben und auf Besserung zu hoffen.

Durchhalten bedeutet, nicht aufzugeben, trotz Rückschlägen dranzubleiben, weiterzumachen. Man sollte es nur nicht übertreiben. Dann könnte es quälend werden.

Was mein nächstes Buch betrifft, so werde ich jedenfalls am Ball bleiben und ihm die Zeit geben, die es verdient, damit Sie, liebe Leserinnen und Leser, hoffentlich Gefallen daran finden.

Ihre Marina Frank


Vorheriger Beitrag vom 07.03.2016
Anonymität

Nächster Beitrag vom 21.03.2016
Wer nach den Sternen greift …

RSS-Feed zum Blog von Marina Frank Klicken Sie links auf das RSS-Feed-Symbol, um den Blog von Marina Frank zu abonnieren. So verpassen Sie keinen neuen Eintrag!



Ein Katalanischer Sommer - Leseprobe gefällig?

Barcelona ist strahlend hell. Am tiefblauen Himmel scheint die Sonne und die Luft flimmert vor Hitze über der Plaça Catalunya im Herzen der Stadt. Touristen sitzen auf schattigen Bänken, um ein Weilchen zu rasten. Kinder füttern Tauben und jagen ihnen nach. Junge Leute haben es sich unter Bäumen auf einer kleinen Rasenfläche bequem gemacht.

Heute ist Mittwoch. Manuela steht oberhalb der Plaça neben einer Wasser-Fontäne, die ihre erfrischenden feinen Tröpfchen vom leichten Wind in alle Himmelsrichtungen davontragen lässt. Hamburg scheint ihr unendlich weit weg zu sein. Wenn sie jetzt daran denkt, kommt es ihr grau und kalt vor. Und dann ist da noch Thorsten. Auf seine Gesellschaft legt sie zurzeit keinen gesteigerten Wert. Manuela will gar nicht wissen, mit wem er sie dieses Mal betrogen hat. Sie nimmt an, dass es sich entweder um eine Sekretärin oder eine seiner Studentinnen handelt. Die jungen Mädchen himmeln ihren Herrn Professor Thorsten Schenk ja geradezu an. Manuela fragt sich, was sie dazu bewegt, ausgerechnet Kunstgeschichte zu studieren. Sie selber findet die Analyse der Werke »alter Meister« ermüdend.

Manuela schüttelt den Kopf und blickt in Richtung der Straße, um auf andere Gedanken zu kommen. Hier ist was los. Linienbusse, Lastwagen, PKWs, die Stadtrundfahrtbusse und nicht zu vergessen die für Barcelona so typischen schwarz-gelben Taxis stauen sich und kommen nur langsam vom Fleck. Motorradfahrer sausen zwischen den anderen Verkehrsteilnehmern hindurch. An der Haltestelle für die Aero-Busse, mit denen die Touristen vom bzw. zum Flughafen gebracht werden – sie befindet sich direkt vor dem Gebäude des Corte Inglés, Spaniens größter Kaufhauskette – steigen Neuankömmlinge aus und strömen auf die Straße. Andere Leute drängen in den Bus, um ihre Abreise anzutreten. Auch die Gehwege sind gut besucht. Menschen aus aller Herren Länder bestaunen Geschäfte und Hotels. Manuela stört das nicht. Trotz der rund zweitausend Kilometer, die sie im Zug durch halb Europa zurückgelegt hat, fühlt sie sich frisch und ausgeruht, ja irgendwie beschwingt.

Hier finden Sie eine weitere Leseprobe