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19.11.2014 - Fernseh-Tipp: Elstners Reisen - Die Retter der Orang-Utans

Elstners Reisen - Die Retter der Orang-Utans
15.11.2014 | 89:45 Min. | Verfügbar bis 15.11.2015 | Quelle: SWR

Vor einigen Jahren hatte Frank Elstner den Tierschützer Willie Smits in seiner Sendung „Menschen der Woche" kennen gelernt und versprochen, einmal selbst nach Indonesien zu kommen, um die Situation der Orang-Utans vor Ort zu erleben. Es sollte eine der spannendsten und emotionalsten Reisen im Leben von Frank Elstner werden: Über drei Wochen begleitet er den Tier- und Naturschützer Willie Smits durch Indonesien, immer auf der Spur der Orang-Utans. Die Route führt von Java über Sulawesi bis nach Borneo - der natürlichen Heimat der Orang-Utans. Der deutsche Moderator lernt dabei Menschen kennen, die ihr gesamtes Leben dem Schutz der seltenen Menschenaffen widmen, bekommt aber auch Einblicke in die großen Probleme des Landes und die damit verbundenen Schicksale der Orang-Utans.

Ich habe den Film gesehen und mich tief davon berühren lassen. Willie Smits nennt die Orang-Utans liebevoll „Waldmenschen“ und stellt diese schlauen, sensiblen, neugierigen Wesen mit uns Menschen auf eine Stufe. Auch sie haben das Recht auf einen ausreichend großen, ihren Bedürfnissen entsprechenden Lebensraum. Leider wird er durch die Palmöl-Plantagen, welche die Bevölkerung betreibt, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, immer kleiner, da der Regenwald dafür abgeholzt werden muss. Orang-Utans und andere geschützte Tiere landen als Haustiere in Familien und fristen dort unter schlimmsten Bedingungen ihr Dasein. Viele von ihnen werden auf Märkten angeboten und verspeist.

Der Film ist nur etwas für Leute mit starken Nerven und großen Herzen. Ich finde ihn trotzdem unbedingt sehenswert!

Mehr Informationen unter www.lebensraum-regenwald.de

Ihre Marina Frank


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Tödliches Geschenk - Leseprobe gefällig?

»Dieses verdammte Telefon!«, rief er plötzlich und hieb mit der Faust auf den Couchtisch, sodass die Tassen auf den Untertassen tanzten. Axel war wütend. Reichte es nicht, dass er in den letzten acht Wochen wegen Bea ständig mit schlechten Nachrichten aus dem Krankenhaus rechnen musste und froh war, wenn das Telefon nicht klingelte? Nun saß er hier wie auf Kohlen und hoffte inständig auf Anna-Lenas Anruf.

Wieso kam die Familie nicht zur Ruhe? Es sah doch alles so gut aus. Beas Transplantation stand kurz bevor. Mit Sabines Niere würde sie wieder ganz gesund werden, hatten die Ärzte gesagt, und nun das! Wo war Anna-Lena?

Um viertel nach elf klingelte es an der Haustür. Axel ging, um zu öffnen. Es war Conny. Anstatt ihn wie sonst überschwänglich zu begrüßen und mit einem Redeschwall zu überfallen, stand sie nur so da. Sie sah ihn entsetzt an – einen Zettel in der Hand.

Axel verstand nicht, was das sollte. Er brauchte einen Moment, bevor er fragte: »Ist alles in Ordnung mit dir?« Er trat einen Schritt zur Seite, um Conny hereinzulassen. Sie rührte sich nicht. Es sah so aus, als sei sie an der Türschwelle festgeklebt.

»Komm ins Haus. Du wirst noch ganz nass«, sagte Axel, schob Conny mit einer Hand, die er ihr auf den Arm legte, an sich vorbei und schloss die Tür. Axel sah Conny an. Wortlos hielt sie ihm den Zettel entgegen.

»Was soll ich damit?«, fragte Axel. Conny schwieg noch immer. »Was ist denn bloß mit dir los? Hast du etwa deine Sprache verloren?«

»Lies!«, sagte Conny mit tonloser Stimme. Axel griff nach dem Zettel, der vom Regen feucht geworden war. Er las die Worte, die darauf standen, ohne deren Bedeutung zu erfassen. Sie lauteten:

Diese Transplantation darf nicht stattfinden!
Wenn Sie Ihre Tochter lebend wiedersehen wollen,
lassen Sie die Finger davon!!!

Hier finden Sie eine weitere Leseprobe