Marina Frank - Vielseitig!

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Marina Frank - Ganz schön vielseitig!


10.09.2015 - Fernsehtipp: Über den Tag hinaus

Fernsehtipp: Über den Tag hinaus – 09.09.2015 | 88:55 Min. | UT | Verfügbar bis 16.09.2015 | Quelle: Das Erste

Absolut empfehlenswert! Aber schauen Sie selbst:

Walter Singer ist 83 Jahre alt und krank. Als Arzt weiß er, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt. Ein letztes Mal will er Menschen und Orte besuchen, die in seinem Leben eine große Bedeutung hatten. Said soll ihn fahren, doch das Taxiunternehmen schickt ihm stattdessen Greta. Walter Singer ist davon nicht begeistert, aber auch Greta hat weder Lust noch Zeit, den alten Herrn den ganzen Tag zu fahren. Abgehetzt und müde von der Nachtschicht, beginnt sie widerwillig die Fahrt. Der von Walter Singer so präzis geplante Tag nimmt einen völlig anderen Verlauf. Sie erzählen sich viel von ihrem Leben, sie streiten hart. Am Ende müssen sie sich verabschieden, aber es bleibt ihnen die Gewissheit, dies war eine tiefe und wunderbare Erfahrung über diesen Tag hinaus.

Mit dieser Beschreibung konnte ich zunächst nicht besonders viel anfangen. Gerade das hat mich neugierig auf den MittwochsFilm im Ersten gemacht. Und es hat sich gelohnt. Die außergewöhnliche Story von Walter und Greta geht zu Herzen und stimmt nachdenklich.

Wer mit seinem Leben hadert weil er/sie die Geister der Vergangenheit nicht loslassen kann oder will, hängt darin fest. Aber keine Angst! Neben nachdenklichen und lautstarken Auseinandersetzungen steckt dieser Film voller Humor. Mir hat er einfach gut gefallen und Ihnen? Ich wünsche viel Vergnügen beim Anschauen.

Ihre Marina Frank


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Ein Katalanischer Sommer - Leseprobe gefällig?

Barcelona ist strahlend hell. Am tiefblauen Himmel scheint die Sonne und die Luft flimmert vor Hitze über der Plaça Catalunya im Herzen der Stadt. Touristen sitzen auf schattigen Bänken, um ein Weilchen zu rasten. Kinder füttern Tauben und jagen ihnen nach. Junge Leute haben es sich unter Bäumen auf einer kleinen Rasenfläche bequem gemacht.

Heute ist Mittwoch. Manuela steht oberhalb der Plaça neben einer Wasser-Fontäne, die ihre erfrischenden feinen Tröpfchen vom leichten Wind in alle Himmelsrichtungen davontragen lässt. Hamburg scheint ihr unendlich weit weg zu sein. Wenn sie jetzt daran denkt, kommt es ihr grau und kalt vor. Und dann ist da noch Thorsten. Auf seine Gesellschaft legt sie zurzeit keinen gesteigerten Wert. Manuela will gar nicht wissen, mit wem er sie dieses Mal betrogen hat. Sie nimmt an, dass es sich entweder um eine Sekretärin oder eine seiner Studentinnen handelt. Die jungen Mädchen himmeln ihren Herrn Professor Thorsten Schenk ja geradezu an. Manuela fragt sich, was sie dazu bewegt, ausgerechnet Kunstgeschichte zu studieren. Sie selber findet die Analyse der Werke »alter Meister« ermüdend.

Manuela schüttelt den Kopf und blickt in Richtung der Straße, um auf andere Gedanken zu kommen. Hier ist was los. Linienbusse, Lastwagen, PKWs, die Stadtrundfahrtbusse und nicht zu vergessen die für Barcelona so typischen schwarz-gelben Taxis stauen sich und kommen nur langsam vom Fleck. Motorradfahrer sausen zwischen den anderen Verkehrsteilnehmern hindurch. An der Haltestelle für die Aero-Busse, mit denen die Touristen vom bzw. zum Flughafen gebracht werden – sie befindet sich direkt vor dem Gebäude des Corte Inglés, Spaniens größter Kaufhauskette – steigen Neuankömmlinge aus und strömen auf die Straße. Andere Leute drängen in den Bus, um ihre Abreise anzutreten. Auch die Gehwege sind gut besucht. Menschen aus aller Herren Länder bestaunen Geschäfte und Hotels. Manuela stört das nicht. Trotz der rund zweitausend Kilometer, die sie im Zug durch halb Europa zurückgelegt hat, fühlt sie sich frisch und ausgeruht, ja irgendwie beschwingt.

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