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Marina Frank - Ganz schön vielseitig!


13.06.2016 - Glücklichsein ist eine Entscheidung

Glücklichsein ist eine Entscheidung. Diesen Satz habe ich vor einigen Tagen gehört und seitdem geht er mir nicht mehr aus dem Kopf. Abgesehen davon, dass jede(r) nur für sich selber herausfinden kann, was Glücklichsein bedeutet – meiner Meinung nach ist das schon schwierig genug – wird hier vorausgesetzt, einen Einfluss darauf zu haben. Aber wie bitteschön soll das funktionieren?

Wenn Sie jetzt ein Patentrezept von mir erwarten, muss ich Sie leider enttäuschen. Wir alle wissen: Glücklichsein geht nicht auf Knopfdruck oder auf Bestellung. Und dennoch spielt unsere Haltung dazu eine wichtige Rolle. Wer meint, ihm/ihr sei das Glücklichsein sowieso nicht vergönnt, verschließt sich davor, übersieht die goldenen Momente des Tages, schmort im eigenen Saft, traut sich nichts zu, fängt nichts Neues an und hat keine Erfolgserlebnisse.

Mit schweren Schicksalsschlägen müssen wir alle rechnen. Sie werfen uns mehr oder weniger aus der Bahn und lassen das Glücklichsein in weite Ferne rücken. Doch es kommen auch wieder bessere Zeiten. Das mag abgedroschen klingen. Sich nach einer Krise wieder aufzurappeln und fürs Glücklichsein zu entscheiden, ihm also eine Chance zu geben, kann helfen, die schönen Seiten des Lebens schneller wiederzuentdecken.

Auch wenn es nicht ganz einfach sein sollte, wünsche ich Ihnen und mir dabei gutes Gelingen. Mir gefällt der Gedanke: Glücklichsein ist eine Entscheidung.

Ihre Marina Frank


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Tödliches Geschenk - Leseprobe gefällig?

»Dieses verdammte Telefon!«, rief er plötzlich und hieb mit der Faust auf den Couchtisch, sodass die Tassen auf den Untertassen tanzten. Axel war wütend. Reichte es nicht, dass er in den letzten acht Wochen wegen Bea ständig mit schlechten Nachrichten aus dem Krankenhaus rechnen musste und froh war, wenn das Telefon nicht klingelte? Nun saß er hier wie auf Kohlen und hoffte inständig auf Anna-Lenas Anruf.

Wieso kam die Familie nicht zur Ruhe? Es sah doch alles so gut aus. Beas Transplantation stand kurz bevor. Mit Sabines Niere würde sie wieder ganz gesund werden, hatten die Ärzte gesagt, und nun das! Wo war Anna-Lena?

Um viertel nach elf klingelte es an der Haustür. Axel ging, um zu öffnen. Es war Conny. Anstatt ihn wie sonst überschwänglich zu begrüßen und mit einem Redeschwall zu überfallen, stand sie nur so da. Sie sah ihn entsetzt an – einen Zettel in der Hand.

Axel verstand nicht, was das sollte. Er brauchte einen Moment, bevor er fragte: »Ist alles in Ordnung mit dir?« Er trat einen Schritt zur Seite, um Conny hereinzulassen. Sie rührte sich nicht. Es sah so aus, als sei sie an der Türschwelle festgeklebt.

»Komm ins Haus. Du wirst noch ganz nass«, sagte Axel, schob Conny mit einer Hand, die er ihr auf den Arm legte, an sich vorbei und schloss die Tür. Axel sah Conny an. Wortlos hielt sie ihm den Zettel entgegen.

»Was soll ich damit?«, fragte Axel. Conny schwieg noch immer. »Was ist denn bloß mit dir los? Hast du etwa deine Sprache verloren?«

»Lies!«, sagte Conny mit tonloser Stimme. Axel griff nach dem Zettel, der vom Regen feucht geworden war. Er las die Worte, die darauf standen, ohne deren Bedeutung zu erfassen. Sie lauteten:

Diese Transplantation darf nicht stattfinden!
Wenn Sie Ihre Tochter lebend wiedersehen wollen,
lassen Sie die Finger davon!!!

Hier finden Sie eine weitere Leseprobe