Marina Frank - Vielseitig!

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Marina Frank - Ganz schön vielseitig!


22.11.2016 - Ich bin wieder da

Ich bin wieder da. Nach mehreren Monaten Abwesenheit ist es nun endlich wieder so weit. Zu meiner großen Freude wende ich mich heute mit diesem Blog-Eintrag an Sie.

Wir alle sind darauf aus, unser Leben genauestens zu timen. Alles ist minutiös geplant und wehe, es kommt etwas dazwischen! Dann zerfällt unser Tagesprogramm und wir schaffen es häufig nicht mehr, den unvorhergesehenen Zwischenfall zu kompensieren. Aber das Leben ist nun einmal unberechenbar. Wenn ich eines in den letzten Wochen erfahren habe, dann das.

Ich habe aber auch erleben dürfen, wie flexibel man plötzlich sein kann und wie wichtig der Augenblick ist. Verschieben Sie nichts, was Sie auch jetzt schon erledigen können. Ich weiß, wie schwierig das ist - zumal, wenn es sich um etwas Unangenehmes handelt. Aber nur Mut. Denn eines ist sonnenklar: die goldenen Momente zeigen sich auch wieder - ganz bestimmt.

Ihre Marina Frank


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Ein Katalanischer Sommer - Leseprobe gefällig?

Barcelona ist strahlend hell. Am tiefblauen Himmel scheint die Sonne und die Luft flimmert vor Hitze über der Plaça Catalunya im Herzen der Stadt. Touristen sitzen auf schattigen Bänken, um ein Weilchen zu rasten. Kinder füttern Tauben und jagen ihnen nach. Junge Leute haben es sich unter Bäumen auf einer kleinen Rasenfläche bequem gemacht.

Heute ist Mittwoch. Manuela steht oberhalb der Plaça neben einer Wasser-Fontäne, die ihre erfrischenden feinen Tröpfchen vom leichten Wind in alle Himmelsrichtungen davontragen lässt. Hamburg scheint ihr unendlich weit weg zu sein. Wenn sie jetzt daran denkt, kommt es ihr grau und kalt vor. Und dann ist da noch Thorsten. Auf seine Gesellschaft legt sie zurzeit keinen gesteigerten Wert. Manuela will gar nicht wissen, mit wem er sie dieses Mal betrogen hat. Sie nimmt an, dass es sich entweder um eine Sekretärin oder eine seiner Studentinnen handelt. Die jungen Mädchen himmeln ihren Herrn Professor Thorsten Schenk ja geradezu an. Manuela fragt sich, was sie dazu bewegt, ausgerechnet Kunstgeschichte zu studieren. Sie selber findet die Analyse der Werke »alter Meister« ermüdend.

Manuela schüttelt den Kopf und blickt in Richtung der Straße, um auf andere Gedanken zu kommen. Hier ist was los. Linienbusse, Lastwagen, PKWs, die Stadtrundfahrtbusse und nicht zu vergessen die für Barcelona so typischen schwarz-gelben Taxis stauen sich und kommen nur langsam vom Fleck. Motorradfahrer sausen zwischen den anderen Verkehrsteilnehmern hindurch. An der Haltestelle für die Aero-Busse, mit denen die Touristen vom bzw. zum Flughafen gebracht werden – sie befindet sich direkt vor dem Gebäude des Corte Inglés, Spaniens größter Kaufhauskette – steigen Neuankömmlinge aus und strömen auf die Straße. Andere Leute drängen in den Bus, um ihre Abreise anzutreten. Auch die Gehwege sind gut besucht. Menschen aus aller Herren Länder bestaunen Geschäfte und Hotels. Manuela stört das nicht. Trotz der rund zweitausend Kilometer, die sie im Zug durch halb Europa zurückgelegt hat, fühlt sie sich frisch und ausgeruht, ja irgendwie beschwingt.

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