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Marina Frank - Ganz schön vielseitig!


10.10.2014 - Noch ein Buchtipp: „Kater mit Karma“ von Helen Brown

Wer in Helen Browns Nachfolgebuch von „Cleo: Wie ich das Lachen wieder lernte“ eine weitere Geschichte erwartet, in der eine Katze im Mittelpunkt steht, wird enttäuscht. Diese Rolle übernimmt nun ihre Tochter Lydia. Sie will als Nonne in einem buddhistischen Kloster leben. Das macht Helen Brown schwer zu schaffen. Noch gravierender ist aber die lebenswichtige Operation, die ihr bevorsteht und die sie an ihre Grenzen bringt.

Helen Brown will eigentlich keine Katze mehr. Doch wie man weiß, schreibt das Leben die besten Geschichten, und so begegnet sie eines Tages Jonah, einem Siamkater. Er hält die ganze Familie auf Trab. Auch in diesem Buch kommen Katzenfreunde also wieder auf ihre Kosten.

Unbedingt lesenswert!

Ihre Marina Frank

 
Nächster Beitrag vom 13.10.2014
Schlechte Gedanken bleiben draußen!

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Tödliches Geschenk - Leseprobe gefällig?

»Dieses verdammte Telefon!«, rief er plötzlich und hieb mit der Faust auf den Couchtisch, sodass die Tassen auf den Untertassen tanzten. Axel war wütend. Reichte es nicht, dass er in den letzten acht Wochen wegen Bea ständig mit schlechten Nachrichten aus dem Krankenhaus rechnen musste und froh war, wenn das Telefon nicht klingelte? Nun saß er hier wie auf Kohlen und hoffte inständig auf Anna-Lenas Anruf.

Wieso kam die Familie nicht zur Ruhe? Es sah doch alles so gut aus. Beas Transplantation stand kurz bevor. Mit Sabines Niere würde sie wieder ganz gesund werden, hatten die Ärzte gesagt, und nun das! Wo war Anna-Lena?

Um viertel nach elf klingelte es an der Haustür. Axel ging, um zu öffnen. Es war Conny. Anstatt ihn wie sonst überschwänglich zu begrüßen und mit einem Redeschwall zu überfallen, stand sie nur so da. Sie sah ihn entsetzt an – einen Zettel in der Hand.

Axel verstand nicht, was das sollte. Er brauchte einen Moment, bevor er fragte: »Ist alles in Ordnung mit dir?« Er trat einen Schritt zur Seite, um Conny hereinzulassen. Sie rührte sich nicht. Es sah so aus, als sei sie an der Türschwelle festgeklebt.

»Komm ins Haus. Du wirst noch ganz nass«, sagte Axel, schob Conny mit einer Hand, die er ihr auf den Arm legte, an sich vorbei und schloss die Tür. Axel sah Conny an. Wortlos hielt sie ihm den Zettel entgegen.

»Was soll ich damit?«, fragte Axel. Conny schwieg noch immer. »Was ist denn bloß mit dir los? Hast du etwa deine Sprache verloren?«

»Lies!«, sagte Conny mit tonloser Stimme. Axel griff nach dem Zettel, der vom Regen feucht geworden war. Er las die Worte, die darauf standen, ohne deren Bedeutung zu erfassen. Sie lauteten:

Diese Transplantation darf nicht stattfinden!
Wenn Sie Ihre Tochter lebend wiedersehen wollen,
lassen Sie die Finger davon!!!

Hier finden Sie eine weitere Leseprobe