Marina Frank - Vielseitig!

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Marina Frank - Ganz schön vielseitig!


27.01.2015 - Streicheleinheiten für die Seele

Das kann ich gut. Damit kenne ich mich aus. Wer das von sich sagen kann, versprüht Sicherheit, Selbstbewusstsein, Professionalität, ist souverän und glänzt mit seinen Fähigkeiten. Etwas zu beherrschen, macht Eindruck. Es hört sich gut an und vermittelt Stärke. Ob beruflich oder privat, spielt dabei kaum eine Rolle. Wer über ein Sachgebiet bestens informiert ist oder ein Hobby ausübt, bei dem er als Sieger dasteht, der kann mit Fug und Recht stolz auf sich sein.

Jeder von uns hat eine oder sogar mehrere Begabungen. Die Kunst besteht darin, sie zu entdecken und zu fördern. Oft zeigen sie sich bereits im Kindesalter, werden aber nicht ernst genommen und verschwinden wieder in der Versenkung. Ein Mädchen, das auffällig oft zeichnet, ein Junge, der hervorragend Fußball spielt, ein anderes Kind ist sehr musikalisch oder ein weiteres kann sich sehr gut Zahlen merken und ist vom Sternenhimmel fasziniert. All das sind Hinweise auf Begabungen. Im Erwachsenenalter tauchen diese Fähigkeiten dann oft wieder als Hobby auf und lassen uns glänzen.

Wenn es mal nicht so gut bei Ihnen läuft, weil Sie gerade eine Pechsträhne haben und es unmöglich ist, mit Ihrer Begabung zu glänzen, denken Sie daran, wie das wäre, sie voll auszuleben. Erinnern Sie sich an Ihre persönlichen Erfolge und die Bewunderung anderer, die sie schon für Ihr Können bekommen haben. Lassen Sie sie wie eine warme Dusche über den ganzen Körper laufen und baden Sie in dem Gefühl, die volle Aufmerksamkeit zu haben. Genießen Sie diese Erinnerungen und machen Sie sie zu Streicheleinheiten für die Seele.

Sagen Sie es ruhig einmal laut: Das kann ich gut. Damit kenne ich mich aus.

Ihre Marina Frank


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Esperanza - Leseprobe gefällig?

Hier ein kurzer Auszug aus der Geschichte „Das Ziel“:

Marlene wollte den Hamburg-Marathon mitlaufen. Es waren noch drei Wochen bis zum letzten Sonntag im April, dem Tag, an dem das städtische Großereignis jedes Jahr stattfand. Sie fieberte dem Termin entgegen und konnte es kaum erwarten, die 42,195 km lange Strecke in Angriff zu nehmen. Allein für den Versuch erntete Marlene in ihrem Freundeskreis große Bewunderung. Man blickte zu ihr auf und machte ihr Mut.

»Du packst das!«, sagten die Leute. »Unsere Marlene! Wenn nicht du, wer dann? Wir drücken dir die Daumen. Was soll da schon schiefgehen?«

Irgendwann wurde ihr das Gerede zu viel. Für Marlene sah es beinahe so aus, als schmückte sich manch einer damit, jemanden persönlich zu kennen, der am Marathon teilnahm. Dieser Eindruck befremdete sie und sie beschloss, keinen weiteren Gedanken mehr daran zu verschwenden. Alles, was sie wollte, war eine möglichst gute Vorbereitung, um eine ausgezeichnete Zeit zu laufen. Dass jedes Jahr tausende Zuschauer am Straßenrand standen, die den Sportlern auf der Strecke zujubelten – also dieses Mal auch ihr – war für sie Ansporn genug.

Hier finden Sie eine weitere Leseprobe