Marina Frank - Vielseitig!

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Marina Frank - Ganz schön vielseitig!


15.11.2015 - Tanzen

Tanzen – dieser Begriff steht in erster Linie für körperliche Bewegungen zu Musik. Irgendwann einigte man sich darauf, es nach bestimmten Regeln zu tun und so entstanden die Standardtänze wie Walzer, Discofox und Cha-Cha-Cha, die viele von uns aus der Tanzschule kennen. Vorab vereinbarte Schrittfolgen einzuhalten, kann besonders dann sinnvoll sein, wenn man zu zweit oder in der Gruppe tanzt. Sie sind aber keine Voraussetzung dafür.

Gerade heutzutage wollen sich viele Leute lieber allein zu lauter Musik bewegen. Dagegen ist nichts einzuwenden und es geht sogar auch gleichzeitig mit mehreren Tänzern auf einmal, beispielsweise in der Disco oder bei Workshops. Auf der Tanzfläche einer Discothek ist jede/r willkommen. Ob mit oder ohne Tanzpartner. Aber alle machen es gemeinsam. Das verbindet.

Bei einem Tanz-Workshop, an dem ich neulich teilgenommen habe, konnte ich erleben, wie Leute, die sich noch nie zuvor begegnet waren, rein über die Bewegung zu Musik miteinander in Kontakt kommen können. Es gab kaum Vorgaben. Einzige Voraussetzung war es, sich auf die liebevolle, professionelle Einweisung des Leiters einzulassen und der eigenen Intuition – die wir ja alle haben – zu folgen. So entstand eine angenehme Atmosphäre, in der sich alle wohlgefühlt haben. Eine wunderbare Erfahrung!

Ich habe das Tanzen für mich entdeckt und empfinde es als eine große Bereicherung. Vielleicht geht es Ihnen ja ähnlich wie mir. Und selbst wenn dem nicht so ist und Sie anderen nur dabei zuschauen, im Ballett, auf dem Eis, wo auch immer, wünsche ich Ihnen in jedem Falle viel Vergnügen.

Ihre Marina Frank


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Ein Katalanischer Sommer - Leseprobe gefällig?

Barcelona ist strahlend hell. Am tiefblauen Himmel scheint die Sonne und die Luft flimmert vor Hitze über der Plaça Catalunya im Herzen der Stadt. Touristen sitzen auf schattigen Bänken, um ein Weilchen zu rasten. Kinder füttern Tauben und jagen ihnen nach. Junge Leute haben es sich unter Bäumen auf einer kleinen Rasenfläche bequem gemacht.

Heute ist Mittwoch. Manuela steht oberhalb der Plaça neben einer Wasser-Fontäne, die ihre erfrischenden feinen Tröpfchen vom leichten Wind in alle Himmelsrichtungen davontragen lässt. Hamburg scheint ihr unendlich weit weg zu sein. Wenn sie jetzt daran denkt, kommt es ihr grau und kalt vor. Und dann ist da noch Thorsten. Auf seine Gesellschaft legt sie zurzeit keinen gesteigerten Wert. Manuela will gar nicht wissen, mit wem er sie dieses Mal betrogen hat. Sie nimmt an, dass es sich entweder um eine Sekretärin oder eine seiner Studentinnen handelt. Die jungen Mädchen himmeln ihren Herrn Professor Thorsten Schenk ja geradezu an. Manuela fragt sich, was sie dazu bewegt, ausgerechnet Kunstgeschichte zu studieren. Sie selber findet die Analyse der Werke »alter Meister« ermüdend.

Manuela schüttelt den Kopf und blickt in Richtung der Straße, um auf andere Gedanken zu kommen. Hier ist was los. Linienbusse, Lastwagen, PKWs, die Stadtrundfahrtbusse und nicht zu vergessen die für Barcelona so typischen schwarz-gelben Taxis stauen sich und kommen nur langsam vom Fleck. Motorradfahrer sausen zwischen den anderen Verkehrsteilnehmern hindurch. An der Haltestelle für die Aero-Busse, mit denen die Touristen vom bzw. zum Flughafen gebracht werden – sie befindet sich direkt vor dem Gebäude des Corte Inglés, Spaniens größter Kaufhauskette – steigen Neuankömmlinge aus und strömen auf die Straße. Andere Leute drängen in den Bus, um ihre Abreise anzutreten. Auch die Gehwege sind gut besucht. Menschen aus aller Herren Länder bestaunen Geschäfte und Hotels. Manuela stört das nicht. Trotz der rund zweitausend Kilometer, die sie im Zug durch halb Europa zurückgelegt hat, fühlt sie sich frisch und ausgeruht, ja irgendwie beschwingt.

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