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Marina Frank - Ganz schön vielseitig!


16.12.2014 - Tief durchatmen

Haben Sie heute schon mal tief durchgeatmet?

Zu atmen, bedeutet zu leben. Wir tun es ohne darüber nachzudenken. Ob wach oder im Schlaf, es passiert einfach. Die Atmung begleitet und trägt uns durch unser ganzes Leben. Wir können sie beeinflussen, ihr Tempo verändern, die Luft anhalten, aber ohne geht nichts.

Jeder Mensch hat seinen eigenen Rhythmus. Er lässt sich verändern und beispielsweise an den eines Anderen anpassen. Gemeinsames Atmen verbindet. Aber um es zu tun, müssen wir uns der Atmung bewusst werden. Das kann man üben.

Stellen Sie sich vor, Sie haben eine herrlich duftende Blume in der Hand und schnuppern daran. (Auch Allergiker können diese Übung auf diese Art und Weise problemlos mitmachen.) Saugen Sie den Duft tief in sich ein. Genießen Sie ihn und lassen Sie die Atemluft Ihre Lunge weit machen. Atmen Sie durch den Mund aus und beginnen Sie wieder von vorn. Nach wenigen Atemzügen werden Sie spüren, wie sich Ihre Atmung verändert hat. Sie atmen tiefer ein und aus als zuvor und Sie sind sich Ihrer Atmung bewusst.

Statt an einer imaginären Blume zu schnuppern, können Sie ein angenehmes Parfum, den Duft eines frisch gebackenen Brotes oder einen schönen Geruch Ihrer Wahl aussuchen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Tiefes Durchatmen hat mehrere positive Effekte:

- Es hilft uns, unsere innere Mitte zu finden.Es gibt uns Standfestigkeit.
- Es trägt dazu bei, sich weniger schnell aufzuregen und zu ärgern und gelassener zu werden.
- Es verbessert die Wahrnehmung des eigenen Körpers.
- Es befreit, erleichtert und entspannt. Ein ganz bewusster Seufzer tut einfach gut.

Wer seinen Atem zu schätzen weiß, lebt bewusster. Also, tief durchatmen.

Ihre Marina Frank


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Esperanza - Leseprobe gefällig?

Hier ein kurzer Auszug aus der Geschichte „Das Ziel“:

Marlene wollte den Hamburg-Marathon mitlaufen. Es waren noch drei Wochen bis zum letzten Sonntag im April, dem Tag, an dem das städtische Großereignis jedes Jahr stattfand. Sie fieberte dem Termin entgegen und konnte es kaum erwarten, die 42,195 km lange Strecke in Angriff zu nehmen. Allein für den Versuch erntete Marlene in ihrem Freundeskreis große Bewunderung. Man blickte zu ihr auf und machte ihr Mut.

»Du packst das!«, sagten die Leute. »Unsere Marlene! Wenn nicht du, wer dann? Wir drücken dir die Daumen. Was soll da schon schiefgehen?«

Irgendwann wurde ihr das Gerede zu viel. Für Marlene sah es beinahe so aus, als schmückte sich manch einer damit, jemanden persönlich zu kennen, der am Marathon teilnahm. Dieser Eindruck befremdete sie und sie beschloss, keinen weiteren Gedanken mehr daran zu verschwenden. Alles, was sie wollte, war eine möglichst gute Vorbereitung, um eine ausgezeichnete Zeit zu laufen. Dass jedes Jahr tausende Zuschauer am Straßenrand standen, die den Sportlern auf der Strecke zujubelten – also dieses Mal auch ihr – war für sie Ansporn genug.

Hier finden Sie eine weitere Leseprobe