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Marina Frank - Ganz schön vielseitig!


27.10.2014 - Traurig sein ist auch mal okay

Das kennen Sie sicher auch: Sie wachen morgens auf und sind traurig, ohne zu wissen, warum. Vielleicht hatten Sie einen traurigen Traum, dessen Stimmung noch nachwirkt und sich wie ein Schleier über ihrer Seele ausbreitet. Nach einigen Stunden ist er wieder verschwunden.

Manchmal reicht ein grauer Tag, um trübe Gedanken aufkommen zu lassen. Vielleicht waren sie schon da und drängen sich nun, ohne vom grellen Sonnenlicht daran gehindert zu werden, in den Vordergrund.

Wenn dann auch noch ein Lied im Radio läuft, das einem das Herz schwer macht, weil man traurige Erinnerungen damit verbindet, kann man eben nicht anders, als ein wenig melancholisch zu werden. Das ist okay und es gehört dazu.

Der Mensch ist von Natur aus nicht immer froh gestimmt. Zum Ausgleich seiner Seele braucht er beides: Freude und Traurigkeit.

Traurig zu sein, kann in gewisser Weise als angenehm empfunden werden. Es kommt darauf an, nicht darunter zu leiden. Man gibt sich dieser Stimmung eine Weile lang hin und danach folgen – meistens unbewusst aber sehr zielstrebig – Trost und Streicheleinheiten für die Seele.
Kochen Sie sich beispielsweise einen Tee und legen Sie sich zu Hause mit Ihrer Lieblingskuscheldecke aufs Sofa.
Machen Sie sich ein Geschenk. Gehen Sie in die Stadt und suchen Sie sich etwas Schönes aus. Es muss nicht viel kosten. Hauptsache, es gefällt Ihnen! Bitten Sie an der Kasse darum, es als Geschenk zu verpacken. Daheim können Sie es dann in Ruhe auswickeln und sich so besonders daran erfreuen. Manche Leute gehen ins Kino, wenn sie traurig sind, andere treiben Sport oder lesen ein Buch.

Ganz gleich, wofür Sie sich entscheiden, wenn Sie mal wieder traurig sind. Denken Sie daran: Traurig sein ist auch mal okay.

Ihre Marina Frank


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Esperanza - Leseprobe gefällig?

Hier ein kurzer Auszug aus der Geschichte „Das Ziel“:

Marlene wollte den Hamburg-Marathon mitlaufen. Es waren noch drei Wochen bis zum letzten Sonntag im April, dem Tag, an dem das städtische Großereignis jedes Jahr stattfand. Sie fieberte dem Termin entgegen und konnte es kaum erwarten, die 42,195 km lange Strecke in Angriff zu nehmen. Allein für den Versuch erntete Marlene in ihrem Freundeskreis große Bewunderung. Man blickte zu ihr auf und machte ihr Mut.

»Du packst das!«, sagten die Leute. »Unsere Marlene! Wenn nicht du, wer dann? Wir drücken dir die Daumen. Was soll da schon schiefgehen?«

Irgendwann wurde ihr das Gerede zu viel. Für Marlene sah es beinahe so aus, als schmückte sich manch einer damit, jemanden persönlich zu kennen, der am Marathon teilnahm. Dieser Eindruck befremdete sie und sie beschloss, keinen weiteren Gedanken mehr daran zu verschwenden. Alles, was sie wollte, war eine möglichst gute Vorbereitung, um eine ausgezeichnete Zeit zu laufen. Dass jedes Jahr tausende Zuschauer am Straßenrand standen, die den Sportlern auf der Strecke zujubelten – also dieses Mal auch ihr – war für sie Ansporn genug.

Hier finden Sie eine weitere Leseprobe