Marina Frank - Vielseitig!

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Tödliches Geschenk
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Marina Frank - Ganz schön vielseitig!


01.10.2015 - ... und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne ...

Diese Worte stammen aus Hermann Hesses Gedicht „Stufen“, das auch in seinem Roman „Das Glasperlenspiel“ vorkommt.

Jetzt wollen Sie bestimmt wissen, wie ich ausgerechnet auf diese Worte komme, wo die Zeiten doch ganz und gar nicht nach einem Neuanfang aussehen?

Was soll ich Ihnen sagen? Genau deshalb! Wenn man die Nachrichten sieht, könnte man meinen, wir Menschen schlagen uns nur noch gegenseitig die Köpfe ein, vertreiben ganze Völker, führen Kriege, während andere sich daran bereichern und eigentlich ist niemand mehr sicher. Ich werde jetzt kein politisches Statement abgeben, aber wenn alles um uns herum im Chaos zu versinken droht, brauchen wir keine Endzeitstimmung, sondern Hoffnung und Zuversicht, um einen Neuanfang zu wagen.

Ein Anfang kann im kleinen oder im großen Rahmen geschehen. Es liegt ganz bei Ihnen, ob Sie mit dem Joggen beginnen, den Arbeitsplatz und die Tätigkeit wechseln, vielleicht sogar dafür in ein anderes Land ziehen. Der Neubeginn ist in jedem Fall aufregend, denn er entlässt uns aus dem gewohnten Trott, sorgt für neue Erlebnisse, Eindrücke, Erfahrungen, beflügelt die Fantasie, schafft eventuell neue Kontakte, kurz gesagt, er bereichert unser Leben. Abenteuerlust, Mut, Risikobereitschaft und Neugierde sind geeignete Zutaten für einen Neuanfang.

Es ist eine Überwindung, sich von alten, vertrauten Dingen oder Umgebungen zu lösen, aber gerade darin liegt der Reiz des Neubeginns. Man kann so vieles dabei lernen! Und sollte der eingeschlagene Weg doch nicht der richtige sein, gibt es immer die Möglichkeit, einen anderen zu gehen. Man muss nur damit anfangen.

Ganz gleich, für welchen Sie sich entscheiden. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrem Neuanfang.

Ihre Marina Frank


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Tödliches Geschenk - Leseprobe gefällig?

»Dieses verdammte Telefon!«, rief er plötzlich und hieb mit der Faust auf den Couchtisch, sodass die Tassen auf den Untertassen tanzten. Axel war wütend. Reichte es nicht, dass er in den letzten acht Wochen wegen Bea ständig mit schlechten Nachrichten aus dem Krankenhaus rechnen musste und froh war, wenn das Telefon nicht klingelte? Nun saß er hier wie auf Kohlen und hoffte inständig auf Anna-Lenas Anruf.

Wieso kam die Familie nicht zur Ruhe? Es sah doch alles so gut aus. Beas Transplantation stand kurz bevor. Mit Sabines Niere würde sie wieder ganz gesund werden, hatten die Ärzte gesagt, und nun das! Wo war Anna-Lena?

Um viertel nach elf klingelte es an der Haustür. Axel ging, um zu öffnen. Es war Conny. Anstatt ihn wie sonst überschwänglich zu begrüßen und mit einem Redeschwall zu überfallen, stand sie nur so da. Sie sah ihn entsetzt an – einen Zettel in der Hand.

Axel verstand nicht, was das sollte. Er brauchte einen Moment, bevor er fragte: »Ist alles in Ordnung mit dir?« Er trat einen Schritt zur Seite, um Conny hereinzulassen. Sie rührte sich nicht. Es sah so aus, als sei sie an der Türschwelle festgeklebt.

»Komm ins Haus. Du wirst noch ganz nass«, sagte Axel, schob Conny mit einer Hand, die er ihr auf den Arm legte, an sich vorbei und schloss die Tür. Axel sah Conny an. Wortlos hielt sie ihm den Zettel entgegen.

»Was soll ich damit?«, fragte Axel. Conny schwieg noch immer. »Was ist denn bloß mit dir los? Hast du etwa deine Sprache verloren?«

»Lies!«, sagte Conny mit tonloser Stimme. Axel griff nach dem Zettel, der vom Regen feucht geworden war. Er las die Worte, die darauf standen, ohne deren Bedeutung zu erfassen. Sie lauteten:

Diese Transplantation darf nicht stattfinden!
Wenn Sie Ihre Tochter lebend wiedersehen wollen,
lassen Sie die Finger davon!!!

Hier finden Sie eine weitere Leseprobe