Marina Frank - Vielseitig!

Ein katalanischer Sommer
Kommen Sie mit auf eine Reise in die katalanische Metropole Barcelona
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Hoffnung und Liebe, Mut und Zuversicht

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Marina Frank - Ganz schön vielseitig!


01.10.2015 - ... und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne ...

Diese Worte stammen aus Hermann Hesses Gedicht „Stufen“, das auch in seinem Roman „Das Glasperlenspiel“ vorkommt.

Jetzt wollen Sie bestimmt wissen, wie ich ausgerechnet auf diese Worte komme, wo die Zeiten doch ganz und gar nicht nach einem Neuanfang aussehen?

Was soll ich Ihnen sagen? Genau deshalb! Wenn man die Nachrichten sieht, könnte man meinen, wir Menschen schlagen uns nur noch gegenseitig die Köpfe ein, vertreiben ganze Völker, führen Kriege, während andere sich daran bereichern und eigentlich ist niemand mehr sicher. Ich werde jetzt kein politisches Statement abgeben, aber wenn alles um uns herum im Chaos zu versinken droht, brauchen wir keine Endzeitstimmung, sondern Hoffnung und Zuversicht, um einen Neuanfang zu wagen.

Ein Anfang kann im kleinen oder im großen Rahmen geschehen. Es liegt ganz bei Ihnen, ob Sie mit dem Joggen beginnen, den Arbeitsplatz und die Tätigkeit wechseln, vielleicht sogar dafür in ein anderes Land ziehen. Der Neubeginn ist in jedem Fall aufregend, denn er entlässt uns aus dem gewohnten Trott, sorgt für neue Erlebnisse, Eindrücke, Erfahrungen, beflügelt die Fantasie, schafft eventuell neue Kontakte, kurz gesagt, er bereichert unser Leben. Abenteuerlust, Mut, Risikobereitschaft und Neugierde sind geeignete Zutaten für einen Neuanfang.

Es ist eine Überwindung, sich von alten, vertrauten Dingen oder Umgebungen zu lösen, aber gerade darin liegt der Reiz des Neubeginns. Man kann so vieles dabei lernen! Und sollte der eingeschlagene Weg doch nicht der richtige sein, gibt es immer die Möglichkeit, einen anderen zu gehen. Man muss nur damit anfangen.

Ganz gleich, für welchen Sie sich entscheiden. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrem Neuanfang.

Ihre Marina Frank


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Ein Katalanischer Sommer - Leseprobe gefällig?

Barcelona ist strahlend hell. Am tiefblauen Himmel scheint die Sonne und die Luft flimmert vor Hitze über der Plaça Catalunya im Herzen der Stadt. Touristen sitzen auf schattigen Bänken, um ein Weilchen zu rasten. Kinder füttern Tauben und jagen ihnen nach. Junge Leute haben es sich unter Bäumen auf einer kleinen Rasenfläche bequem gemacht.

Heute ist Mittwoch. Manuela steht oberhalb der Plaça neben einer Wasser-Fontäne, die ihre erfrischenden feinen Tröpfchen vom leichten Wind in alle Himmelsrichtungen davontragen lässt. Hamburg scheint ihr unendlich weit weg zu sein. Wenn sie jetzt daran denkt, kommt es ihr grau und kalt vor. Und dann ist da noch Thorsten. Auf seine Gesellschaft legt sie zurzeit keinen gesteigerten Wert. Manuela will gar nicht wissen, mit wem er sie dieses Mal betrogen hat. Sie nimmt an, dass es sich entweder um eine Sekretärin oder eine seiner Studentinnen handelt. Die jungen Mädchen himmeln ihren Herrn Professor Thorsten Schenk ja geradezu an. Manuela fragt sich, was sie dazu bewegt, ausgerechnet Kunstgeschichte zu studieren. Sie selber findet die Analyse der Werke »alter Meister« ermüdend.

Manuela schüttelt den Kopf und blickt in Richtung der Straße, um auf andere Gedanken zu kommen. Hier ist was los. Linienbusse, Lastwagen, PKWs, die Stadtrundfahrtbusse und nicht zu vergessen die für Barcelona so typischen schwarz-gelben Taxis stauen sich und kommen nur langsam vom Fleck. Motorradfahrer sausen zwischen den anderen Verkehrsteilnehmern hindurch. An der Haltestelle für die Aero-Busse, mit denen die Touristen vom bzw. zum Flughafen gebracht werden – sie befindet sich direkt vor dem Gebäude des Corte Inglés, Spaniens größter Kaufhauskette – steigen Neuankömmlinge aus und strömen auf die Straße. Andere Leute drängen in den Bus, um ihre Abreise anzutreten. Auch die Gehwege sind gut besucht. Menschen aus aller Herren Länder bestaunen Geschäfte und Hotels. Manuela stört das nicht. Trotz der rund zweitausend Kilometer, die sie im Zug durch halb Europa zurückgelegt hat, fühlt sie sich frisch und ausgeruht, ja irgendwie beschwingt.

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