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Marina Frank - Ganz schön vielseitig!


17.09.2015 - Wer ein Ziel hat, der kann sich glücklich schätzen

Wer ein Ziel hat, der kann sich glücklich schätzen. Und sei es auch noch so seltsam! Wir Menschen streben nach etwas. Der Eine mehr, der Andere weniger intensiv. Das war schon immer so. Es gehört einfach zu unserem Naturell.

Ein Ziel zu haben, tut gut. Es braucht nicht groß zu sein, wobei dies immer im Auge des Betrachters liegt und auf dessen Bewertung ankommt. Die Bewältigung eines einzigen Tages reicht ihm vielleicht schon, um am Abend glücklich zu sein. Oder es genügt, eine Aufgabe erfüllt, eine Besorgung erledigt zu haben. Unser Ziel muss es nicht sein, die Welt zu verändern. Wer schafft das schon?

Es sollte vielmehr darum gehen, sich realistische Ziele zu setzen, weil so die Chance besteht, sie mit ein wenig Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen auch tatsächlich zu erreichen. Vielleicht haben Sie noch nie einen Kuchen gebacken und wollen dies endlich mal machen? Es muss ja nicht gleich eine Schwarzwälder Kirschtorte sein. Ein leckerer Schokoladenpuffer schmeckt doch auch.

Die Zeit spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Man tut gut daran, darauf zu achten, dem Erreichen seines Zieles nicht zu lange hinterherzulaufen. Das wäre nur etwas für die außerordentlich Geduldigen unter uns.

Wer sich vornimmt, einen Pullover zu stricken, kann viel Spaß daran haben und die Zeit der Entstehung genießen. Wer sich, wie der Mann, den ich vor Kurzem im Fernsehen gesehen habe, ein altes Schloss kauft, das von Grund auf saniert werden muss, wird wohl sein ganzes Leben damit verbringen, um ans Ziel zu gelangen, zumal, wenn er die Arbeiten beinahe allein durchführt.

Eines meiner Ziele ist es, unterhaltsame Bücher zu schreiben und Ihnen damit angenehme, abwechslungsreiche Stunden zu bereiten. :-)
Wie gesagt: Wer ein Ziel hat, der kann sich glücklich schätzen.

Ihre Marina Frank


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Ein Katalanischer Sommer - Leseprobe gefällig?

Barcelona ist strahlend hell. Am tiefblauen Himmel scheint die Sonne und die Luft flimmert vor Hitze über der Plaça Catalunya im Herzen der Stadt. Touristen sitzen auf schattigen Bänken, um ein Weilchen zu rasten. Kinder füttern Tauben und jagen ihnen nach. Junge Leute haben es sich unter Bäumen auf einer kleinen Rasenfläche bequem gemacht.

Heute ist Mittwoch. Manuela steht oberhalb der Plaça neben einer Wasser-Fontäne, die ihre erfrischenden feinen Tröpfchen vom leichten Wind in alle Himmelsrichtungen davontragen lässt. Hamburg scheint ihr unendlich weit weg zu sein. Wenn sie jetzt daran denkt, kommt es ihr grau und kalt vor. Und dann ist da noch Thorsten. Auf seine Gesellschaft legt sie zurzeit keinen gesteigerten Wert. Manuela will gar nicht wissen, mit wem er sie dieses Mal betrogen hat. Sie nimmt an, dass es sich entweder um eine Sekretärin oder eine seiner Studentinnen handelt. Die jungen Mädchen himmeln ihren Herrn Professor Thorsten Schenk ja geradezu an. Manuela fragt sich, was sie dazu bewegt, ausgerechnet Kunstgeschichte zu studieren. Sie selber findet die Analyse der Werke »alter Meister« ermüdend.

Manuela schüttelt den Kopf und blickt in Richtung der Straße, um auf andere Gedanken zu kommen. Hier ist was los. Linienbusse, Lastwagen, PKWs, die Stadtrundfahrtbusse und nicht zu vergessen die für Barcelona so typischen schwarz-gelben Taxis stauen sich und kommen nur langsam vom Fleck. Motorradfahrer sausen zwischen den anderen Verkehrsteilnehmern hindurch. An der Haltestelle für die Aero-Busse, mit denen die Touristen vom bzw. zum Flughafen gebracht werden – sie befindet sich direkt vor dem Gebäude des Corte Inglés, Spaniens größter Kaufhauskette – steigen Neuankömmlinge aus und strömen auf die Straße. Andere Leute drängen in den Bus, um ihre Abreise anzutreten. Auch die Gehwege sind gut besucht. Menschen aus aller Herren Länder bestaunen Geschäfte und Hotels. Manuela stört das nicht. Trotz der rund zweitausend Kilometer, die sie im Zug durch halb Europa zurückgelegt hat, fühlt sie sich frisch und ausgeruht, ja irgendwie beschwingt.

Hier finden Sie eine weitere Leseprobe