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Marina Frank - Ganz schön vielseitig!


05.02.2018 - Wer wie ich Katzen mag, ist hier genau richtig

Hier geht's zum Katzentempel

Wenn Sie diesen Blog schon längere Zeit lesen, wissen Sie vielleicht, dass ich eine große Katzenliebhaberin bin und dass ich meine Hanni gern beim Schreiben um mich hatte. Ja, ich muss sagen, hatte. Denn leider ist sie vor einigen Monaten über die Regenbogenbrücke gegangen. Und nun schaut sie mir vom Katzenhimmel aus am Schreibtisch zu. Im Moment bin ich ohne tierische Begleitung. Für einen neuen Freund auf vier Samtpfoten ist noch kein Platz in meinem Herzen.

Aber es gibt wenigstens zeitweise Abhilfe. Wenn ich mit diesen liebenswerten Geschöpfen zusammen sein möchte, gehe ich in den Katzentempel, ein ganz besonderes Restaurant in Hamburg. Sechs Katzen, die den Gästen Gesellschaft leisten und für eine behagliche Atmosphäre sorgen, leben hier. Bei veganen Speisen kann man das Treiben der Stuben-Tiger beobachten, mit ihnen spielen, ihnen beim Putzen oder beim Schlafen zuschauen und sie sogar streicheln – selbstverständlich nur, wenn sie es zulassen.

Für Katzenfreunde, die kein Haustier halten dürfen, weil der Vermieter dies nicht gestattet oder die Wohnverhältnisse dies nicht zulassen, ist der Katzentempel eine wunderbare Möglichkeit, den pelzigen Zeitgenossen ab und zu nahe zu sein. An den Wochenenden ist eine telefonische Voranmeldung anzuraten, in der Woche kann man einfach so vorbeikommen. Der Eintritt ist selbstverständlich frei. Und die Preise für Speisen und Getränke sind nicht höher als anderswo.

Ich kann nur sagen: „Der Katzentempel ist sehr zu empfehlen. Wer wie ich Katzen mag, ist hier genau richtig.“

Ihre Marina Frank


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Tödliches Geschenk - Leseprobe gefällig?

»Dieses verdammte Telefon!«, rief er plötzlich und hieb mit der Faust auf den Couchtisch, sodass die Tassen auf den Untertassen tanzten. Axel war wütend. Reichte es nicht, dass er in den letzten acht Wochen wegen Bea ständig mit schlechten Nachrichten aus dem Krankenhaus rechnen musste und froh war, wenn das Telefon nicht klingelte? Nun saß er hier wie auf Kohlen und hoffte inständig auf Anna-Lenas Anruf.

Wieso kam die Familie nicht zur Ruhe? Es sah doch alles so gut aus. Beas Transplantation stand kurz bevor. Mit Sabines Niere würde sie wieder ganz gesund werden, hatten die Ärzte gesagt, und nun das! Wo war Anna-Lena?

Um viertel nach elf klingelte es an der Haustür. Axel ging, um zu öffnen. Es war Conny. Anstatt ihn wie sonst überschwänglich zu begrüßen und mit einem Redeschwall zu überfallen, stand sie nur so da. Sie sah ihn entsetzt an – einen Zettel in der Hand.

Axel verstand nicht, was das sollte. Er brauchte einen Moment, bevor er fragte: »Ist alles in Ordnung mit dir?« Er trat einen Schritt zur Seite, um Conny hereinzulassen. Sie rührte sich nicht. Es sah so aus, als sei sie an der Türschwelle festgeklebt.

»Komm ins Haus. Du wirst noch ganz nass«, sagte Axel, schob Conny mit einer Hand, die er ihr auf den Arm legte, an sich vorbei und schloss die Tür. Axel sah Conny an. Wortlos hielt sie ihm den Zettel entgegen.

»Was soll ich damit?«, fragte Axel. Conny schwieg noch immer. »Was ist denn bloß mit dir los? Hast du etwa deine Sprache verloren?«

»Lies!«, sagte Conny mit tonloser Stimme. Axel griff nach dem Zettel, der vom Regen feucht geworden war. Er las die Worte, die darauf standen, ohne deren Bedeutung zu erfassen. Sie lauteten:

Diese Transplantation darf nicht stattfinden!
Wenn Sie Ihre Tochter lebend wiedersehen wollen,
lassen Sie die Finger davon!!!

Hier finden Sie eine weitere Leseprobe