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Marina Frank - Ganz schön vielseitig!


14.12.2015 - Wie finde ich ein gutes Buch?

Wie finde ich ein gutes Buch? Und wann kann man überhaupt davon sprechen? Diese Fragen treiben nicht nur mich als Leserin, sondern viele Leute um.

Wonach soll man auf der Suche nach interessanter Lektüre gehen? Die Ranglisten der großen Internet-Buchhandlungen? Was sagt ein Platz unter den ersten hundert in der Bestseller-Liste überhaupt über den Inhalt eines Werkes aus? Ich fürchte, wenig.

Auch Rezensionen sind meiner Ansicht nach keine große Hilfe, bei der Buchauswahl. Meistens haben sie keinen Tiefgang und sie sind individuell, was ihre Aussagekraft in Frage stellt.

Wäre da noch die Leseprobe. Das ist schon mal eine gute Möglichkeit, sich dem Roman, Krimi oder Jugendbuch anzunähern. Auf diese Weise kann man den Schreibstil prüfen und herausfinden, ob die Story etwas hergibt.

Als das Internet noch nicht marktbestimmend im Buchhandel war, ging man direkt in die Läden, um dort nach guter Lektüre zu stöbern.

Sich Bücher auf Empfehlung zu besorgen, wäre eine gute Alternative und meistens funktioniert das auch, wenn die Leute wissen, wofür man sich interessiert. Außerdem kommt man so mit ihnen ins Gespräch.

Und vielleicht muss man auch mal das Risiko eingehen und sich einfach so ein Buch bestellen. Könnte ja sein, dass sie Glück haben und es Ihnen gefällt.

Die Frage aber bleibt: Wie finde ich ein gutes Buch?

Ihre Marina Frank


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Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!

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Ein Katalanischer Sommer - Leseprobe gefällig?

Barcelona ist strahlend hell. Am tiefblauen Himmel scheint die Sonne und die Luft flimmert vor Hitze über der Plaça Catalunya im Herzen der Stadt. Touristen sitzen auf schattigen Bänken, um ein Weilchen zu rasten. Kinder füttern Tauben und jagen ihnen nach. Junge Leute haben es sich unter Bäumen auf einer kleinen Rasenfläche bequem gemacht.

Heute ist Mittwoch. Manuela steht oberhalb der Plaça neben einer Wasser-Fontäne, die ihre erfrischenden feinen Tröpfchen vom leichten Wind in alle Himmelsrichtungen davontragen lässt. Hamburg scheint ihr unendlich weit weg zu sein. Wenn sie jetzt daran denkt, kommt es ihr grau und kalt vor. Und dann ist da noch Thorsten. Auf seine Gesellschaft legt sie zurzeit keinen gesteigerten Wert. Manuela will gar nicht wissen, mit wem er sie dieses Mal betrogen hat. Sie nimmt an, dass es sich entweder um eine Sekretärin oder eine seiner Studentinnen handelt. Die jungen Mädchen himmeln ihren Herrn Professor Thorsten Schenk ja geradezu an. Manuela fragt sich, was sie dazu bewegt, ausgerechnet Kunstgeschichte zu studieren. Sie selber findet die Analyse der Werke »alter Meister« ermüdend.

Manuela schüttelt den Kopf und blickt in Richtung der Straße, um auf andere Gedanken zu kommen. Hier ist was los. Linienbusse, Lastwagen, PKWs, die Stadtrundfahrtbusse und nicht zu vergessen die für Barcelona so typischen schwarz-gelben Taxis stauen sich und kommen nur langsam vom Fleck. Motorradfahrer sausen zwischen den anderen Verkehrsteilnehmern hindurch. An der Haltestelle für die Aero-Busse, mit denen die Touristen vom bzw. zum Flughafen gebracht werden – sie befindet sich direkt vor dem Gebäude des Corte Inglés, Spaniens größter Kaufhauskette – steigen Neuankömmlinge aus und strömen auf die Straße. Andere Leute drängen in den Bus, um ihre Abreise anzutreten. Auch die Gehwege sind gut besucht. Menschen aus aller Herren Länder bestaunen Geschäfte und Hotels. Manuela stört das nicht. Trotz der rund zweitausend Kilometer, die sie im Zug durch halb Europa zurückgelegt hat, fühlt sie sich frisch und ausgeruht, ja irgendwie beschwingt.

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