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Marina Frank - Ganz schön vielseitig!


15.10.2015 - Zeit zum Kuscheln

Zeit zum Kuscheln ist eigentlich immer. Das gilt jedenfalls für mich. Ich tue es für mein Leben gern und sollte es mal nicht möglich sein, weil der liebe Mensch an meiner Seite fehlt oder er keine Lust dazu hat, schmuse ich mit meiner Katze Hanni. Sie erinnern sich? Das ist die Besucherin auf meinem Schreibtisch, wenn neue Geschichten, Bücher oder Blogeinträge entstehen.

Kuscheln entspannt und macht Spaß. Was gibt es Schöneres, als die Wärme und den Atem des Anderen zu spüren, sich an ihn zu schmiegen, das Gefühl der Gemeinschaft und der Verbundenheit miteinander auszukosten? Hier geht es um Nähe und Vertrauen.

Noch behaglicher wird es auf dem Sofa oder im Bett, wenn der Wind Regentropfen gegen die Fensterscheibe prasseln lässt. Jetzt im Herbst können wir uns sicher des Öfteren daran erfreuen. Nässe und Kälte haben also auch ihre guten Seiten.

Ich habe gehört, dass man sich heutzutage eine Kuschel-Frau mieten kann. Sie kommt ins Haus und steht einem für eine bestimmte Zeit zur Verfügung. Es geht ums Kuscheln, mehr nicht! Besonders Menschen, die niemanden zum Schmusen haben, machen von diesem Angebot Gebrauch.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie jemand Liebes zum Kuscheln an Ihrer Seite haben und viel Zeit zum Kuscheln

Ihre Marina Frank


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Esperanza - Leseprobe gefällig?

Hier ein kurzer Auszug aus der Geschichte „Das Ziel“:

Marlene wollte den Hamburg-Marathon mitlaufen. Es waren noch drei Wochen bis zum letzten Sonntag im April, dem Tag, an dem das städtische Großereignis jedes Jahr stattfand. Sie fieberte dem Termin entgegen und konnte es kaum erwarten, die 42,195 km lange Strecke in Angriff zu nehmen. Allein für den Versuch erntete Marlene in ihrem Freundeskreis große Bewunderung. Man blickte zu ihr auf und machte ihr Mut.

»Du packst das!«, sagten die Leute. »Unsere Marlene! Wenn nicht du, wer dann? Wir drücken dir die Daumen. Was soll da schon schiefgehen?«

Irgendwann wurde ihr das Gerede zu viel. Für Marlene sah es beinahe so aus, als schmückte sich manch einer damit, jemanden persönlich zu kennen, der am Marathon teilnahm. Dieser Eindruck befremdete sie und sie beschloss, keinen weiteren Gedanken mehr daran zu verschwenden. Alles, was sie wollte, war eine möglichst gute Vorbereitung, um eine ausgezeichnete Zeit zu laufen. Dass jedes Jahr tausende Zuschauer am Straßenrand standen, die den Sportlern auf der Strecke zujubelten – also dieses Mal auch ihr – war für sie Ansporn genug.

Hier finden Sie eine weitere Leseprobe